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KOSIMA

Verkehrssicherheitsrelevante Leistungspotenziale, Defizite und Kompensationsmöglichkeiten

 

Rahmendaten

Projektförderung: BASt - Bundesanstalt für Straßenwesen

Laufzeit: November 2009 - Dezember 2010

Projektleitung: Prof. Dr. Georg Rudinger, Dr. Uwe Kleinemas

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dipl.-Psych. Tülin Engin

Kooperationspartner: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU-Dortmund (IfaDo), Universitätsklinikum Aachen

 

Forschungsgegenstand

Mobilität stellt für viele ältere Menschen einen wichtigen Aspekt der Lebensqualität dar. Insbesondere dem Auto kommt dabei eine besondere Bedeutung als Mittel zur Aufrechterhaltung der Mobilität und Unabhängigkeit zu. In der öffentlichen Meinung wird die Gruppe älterer Fahrer jedoch häufig als besondere Risikogruppe für den Straßenverkehr diskutiert, auch wenn die Datenlage hinsichtlich der Unfallbeteiligung älterer Fahrer sowie vorliegende Forschungsbefunde weit weniger deutlich für eine besondere Gefährdung der Verkehrssicherheit durch ältere Autofahrer sprechen. Vielmehr scheinen die älteren Fahrer in den meisten Fällen gut in der Lage zu sein, alternsbegleitende Veränderungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit zu kompensieren. Insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen der Bevölkerung kommen somit Fragen der sicheren Aufrechterhaltung der Mobilität bis ins hohe Lebensalter und Kenntnissen der Zusammenhänge zwischen alternsbegleitenden Veränderungen der Leistungsfähigkeit und Fahrverhalten eine wachsende Bedeutung zu. Das von der Bundesanstalt für Straßenwesen geförderte Forschungsprojekt KOSIMA zielt in diesem Kontext auf eine vertiefende Analyse verkehrssicherheitsrelevanter Leistungspotenziale, möglicher Defizite und Kompensationsmöglichkeiten älterer Kraftfahrer. Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten widmet sich dabei der Frage inwieweit alterns- oder krankheitsbedingte Defizite in einzelnen Leistungsbereichen durch Kompensationsstrategien zugunsten einer sicheren Verkehrsteilnahme ausgeglichen werden können.
Das Zentrum für Alternskulturen (ZAK) führt im Rahmen des Verbundprojektes eine empirische Untersuchung älterer Kraftfahrer durch. In einem Fahrsicherheitscheck erhalten die Teilnehmer der Studie dabei die Möglichkeit zu erfahren, wo genau ihre Stärken liegen und wo möglicherweise Übungsbedarf besteht, um auch in Zukunft sicher mit dem Auto unterwegs zu sein. Der Fahrsicherheitscheck setzt sich dabei aus einer Fahrstunde und einem Fahrkompetenzcheck zusammen. Bei einer Fahrt in Begleitung eines erfahrenen Fahrlehrers werden typische Situationen im realen Straßenverkehr aufgesucht und die Teilnehmer erhalten eine individuelle Rückmeldung zu Stärken und Schwächen des eigenen Fahrverhaltens sowie Tipps für ein sicheres Autofahren im Alter. Im Rahmen des Fahrkompetenzchecks haben die Teilnehmer die Möglichkeit ihre Gesundheit, Sehfähigkeit sowie ihre geistige Leistungsfähigkeit zu prüfen. Die Durchführung des Fahrkompetenzchecks erfolgt dabei in Zusammenarbeit mit einem Verkehrsmediziner sowie einem Augenarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrums Godeshöhe. Darüber hinaus werden die Teilnehmer anhand eines halbstandardisierten Interviews zu ihren bisherigen Erfahrungen im Straßenverkehr befragt.
Über eine integrative Analyse der erhobenen Daten aus Selbstauskünften, objektiven Tests und Fahrverhaltensprobe soll eine zusammenfassende Bewertung des Verkehrsverhaltens älterer Fahrer vorgenommen werden. Darüber hinaus sollen Prädiktoren über das Zusammenwirken von Leistungsdispositionen und Kompensationsstrategien abgeleitet werden. 


Eine Teilnahme ist aufgrund des regen Interesses und der Vielzahl der Bewerber leider nicht mehr möglich.


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